Das, was derzeit in der Bundesliga passiert, ist wie die "Reise nach Jerusalem". Wer am längsten pennt, der steht am Ende ohne Trainerstuhl da. Magath (Foto: dpa) kündigt auf Schalke und wird heute als Trainer und Geschäftsführer in Wolfsburg vorgestellt. Rangnick übernimmt den Schleudersitz bei den Knappen. Heynckes wechselt wahrscheinlich nach München. Die Leverkusener haben bereits einen Plan B. Der heißt wohl Robin Dutt und kommt aus Freiburg. Und weitere Stühle werden vielleicht demnächst in Frankfurt und Kaiserslautern frei. Vielleicht sollte man langsam eine Tipprunde starten. Wer ist nächste Saison wo Trainer? Hätte sicher höchsten Unterhaltungswert ...Weniger unterhaltsam war die internationale Performance der deutschen Clubs. Bayern scheidet dermaßen unnötig gegen Inter Mailand aus der Champions League aus, dass es einem fast Leid tut. Und nun beschimpfen sie sich auch noch gegenseitig. Robben spricht der Abwehr die internationale Klasse ab, Lahm beschwert sich über die schlechte Chancenverwertung in der Offensive. Recht haben sie beide. Schon sehr erstaunlich, dass die Münchener einen Lucio haben ziehen lassen - und zwar ausgerechnet zu Inter Mailand. Seltsam emotionslos verabschiedete sich Bayer Leverkusen aus der Europa League (1:2 gegen Villareal). Auch Ballack konnte erneut keine Akzente setzen. Nun ist Schalke die einzige Mannschaft, die noch international spielt.Die Bundesligatabelle ist derzeit genauso verrückt wie das Trainerkarussel. Die halbe Liga kann noch locker absteigen. Zwischen Platz 18 (Gladbach) und Platz 10 (Schalke) liegen gerade mal zehn Punkte. Und sechs dieser Clubs spielen an diesem Wochenende direkt gegeneinander: Gladbach gegen Lautern, Frankfurt gegen St. Pauli und Stuttgart gegen Wolfsburg. Wahnsinn, was für ein Thriller! Die Bayern haben gute Chancen gegen Freiburg wieder in die Spur zu finden. Dutts bisher so bärenstarkes Team schwächelt und hat seine letzten drei Partien allesamt verloren. Das Spitzenspiel heißt Dortmund gegen Mainz.Tolle Spiele und Siege wünschtCarl-Eduard Meyer
Die drei so genannten Top-Clubs Bayern, Schalke und der HSV geben derzeit ein wirklich drolliges Bild ab. Man zerlegt sich genüsslich selbst. Die Münchener schicken van Gaal auf Raten in die Wüste ohne einen Plan B in der Tasche, der HSV löst sich in Gestalt des Aufsichtsrates selber auf und in Gelsenkirchen verteufeln sie jetzt den als Messias geholten Alleinherrscher Felix Magath (Bild: dpa). Der übrigens im Viertelfinale der Champions League steht und im Finale des DFB-Pokals... Kontinuität? Strategie? Vertrauen? Komplett Fehlanzeige. Jetzt sollen es die jungen Tuchels und Dutts regeln. Ob die aber ihre attraktiven Arbeitplätze verlassen wollen, um in einem x-beliebigen Haifischbecken anzuheuern, darf stark bezweifelt werden.Ähnlich traurig ist derzeit die Lage eines verdienten und großen Spielers: Michael Ballack. Nach dem üblen Tritt von Kevin-Prince Boateng und dem folgenden WM-Aus ging es mit der Karriere des noch amtierenden DFB-Kaptäns steil bergab. In Leverkusen gehört er schon nicht mehr zum Kader. Bitter! Was bleibt zu tun? Rücktritt und Karriereende sind unvermeidbar. Die Chance, das ganze in Würde hinter sich zu bringen, hat Ballack direkt nach der WM verpasst. Jetzt sollten sich alle daran erinnern, was er für den deutschen Fußball geleistet hat, und ihm ein Abschieds-Forum bieten, bei dem er sein Gesicht wahren kann.Doch zur Liga: Am Samstag spielen die zukünftigen Ex-Klubs von Louis van Gaal und Armin Veh gegeneinander. Was bleibt von all den Querelen hängen bei den Spielern? Haben die Profis nun das perfekte Alibi für schwache Auftritte in Serie? Spannender als die Tabellenspitze ist derzeit der Abstiegskampf. Praktisch ab Platz 10 (Schalke) regiert die Angst vor der 2. Liga. Gleich drei direkte Vergleiche dieser Clubs bietet das Wochenende. Werder gegen Gladbach, St. Pauli gegen Stuttgart und Schalke gegen Frankfurt. Danach sind wir vielleicht schon schlauer. Mein Tipp: Gladbach, Lautern und St. Pauli müssen sich am Ende aus dem Oberhaus verabschieden. Sind Sie anderer Meinung? Schreiben Sie mir gern!Viel Erfolg für Ihre Lieblingsclubs wünschtCarl-Eduard Meyer
Die Diskussionen um van Gaal (Bild: dpa) gehen mir mächtig auf die Nerven. Nach tollem Sieg in Mailand vor gerade mal neun Tagen lobten alle das Münchener Team in den Himmel. Nun, lediglich zwei Pleiten später, fordern alle den Kopf des Trainers. Verrückt! Zugegeben, die Leistungen des FCB gegen Dortmund und Schalke waren nicht berauschend, aber beides sind Teams, gegen die ein Sieg nunmal kein Selbstläufer ist. So ist Fußball, da ist nicht alles planbar. Immerhin geht die Münchener Führungsriege souverän mit van Gaal um und stärkt dem angeschlagenen Trainer den Rücken. Bitte standhaft bleiben, liebe Herren Rummenigge, Hoeneß und Nerlinger!Wenden wir uns lieber erfreulichen Dingen zu: Was ist eigentlich mit unserem ewigen Sorgenkind Podolski los? Erst in München gescheitert, dann auch in Köln mit einer Katastrophen-Saison, gehört er derzeit zu den effektivsten Stürmern der Liga. Schnell, zweikampfstark, hungrig. Zehn Tore und fünf Vorlagen sind ein hervorragendes Arbeitszeugnis. Erklären kann in Köln die Leistungsexplosion wohl niemand, erst recht nicht zur Karnevalszeit. Ohne Prinz Poldi würden die Geißböcke wohl wieder gegen den Abstieg spielen. Freut mich, dass es für den sympathischen Nationalspieler wieder so rund läuft.Schon heute Abend treffen Poldis Kölner auf Tabellenführer Dortmund. Wenn Klopps Truppe siegt, dann haben die Schwarz-Gelben bereits unglaubliche 15 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Kein Wunder, dass die Dortmunder schon jetzt an einem Kader für die Champions League basteln. Ein erfahrener Miro Klose ist immer ein Gewinn. Bayern reist mit großem Respekt zum so genannten "Endspiel" nach Hannover. Die Niedersachen haben nichts zu verlieren und werden schwer zu schlagen ein. Freue mich auf Hochspannung! Werder tritt gegen Freiburg wieder mit dem 18jährigen Florian Trinks in der Schaltzentrale an. Der HSV erwartet Mainz 05. Leverkusen begrüßt Wolfsburg.Tore satt und schöne Spiele wünschtCarl-Eduard Meyer
Das war wirklich ein sauberer Auftritt des FC Bayern in San Siro. So präsentiert sich ein echter Champion - beeindruckend! Schnell, taktisch klug und unberechenbar. Kann van Gaals Truppe die Leistung vom 1:0-Sieg gegen Inter Mailand (Bild: dpa) weiter abrufen, dann ist viel drin auf internationalem Parkett. Besonders freut es mich für Mario Gomez. Nach seinem Katastrophen-Schuss bei der EM 2008 fiel er in ein tiefes Leistungsloch. Seit Monaten ist er aber wieder voll da - ein Stürmer auf internationalem Top-Niveau. Die Bayern machen sicher drei Kreuze, dass sie den Nationalspieler nicht verscherbelt haben, als es nicht lief. Respekt, lieber FCB!Noch eine gute Nachricht: Ab der nächsten Saison kämpft die Bundesliga wieder um vier Startplätze in der Champions League. Das ist höchste Anerkennung für die Entwicklung des deutschen Fußballs. Italien haben wir hinter uns gelassen. In der Fünfjahreswertung der UEFA stehen nur noch Spanien und England vor uns. Das spült zusätzliche finanzielle Mittel in die Liga, das macht den Zirkus Profifußball noch attraktiver. Hoffen wir aber, dass die Vereine den konsequenten Jugend-Kurs weiter verfolgen, und das frische Geld nicht gleich für teure Stars in den Sand setzen, die ihren Zenit längst überschritten haben.Heute Abend bestreiten Wolfsburg und Gladbach das Auftaktspiel. Während Favre bei seinem Debut einen Sieg feiern konnte, hat Litti noch nichts erreicht. Das heißt Abstiegsangst pur! Das absolute Top-Spiel heisst jedoch Bayern gegen Dortmund. Gelingt dem Rekordmeister ein Sieg, dann besteht noch eine winzige Chance, das Unmögliche möglich zu machen. Konkurrent Leverkusen tritt am Sonntag in Bremen an. Pizzarro spielt wohl wieder. Aber so wie sich meine Grün-Weißen letzte Woche gegen den HSV präsentiert haben, haben sie gegen den dynamischen Tabellenzweiten keine Chance. Bitter! Der HSV reist nach Lautern. Mal sehen, wie sich der angefressene Veh präsentiert. Sein Engagement endet wohl schon nach nur einem Jahr.Tolle Duelle und viele Tore wünschtCarl-Eduard Meyer
Auch zwei Tage nach St.Paulis historischem Sieg am Mittwoch im Stadt-Derby gegen den HSV (Bild: dpa) gibt es an der Elbe kein anderes Thema. Zugegeben, das Ergebnis stellt das gesamte Spiel auf den Kopf. Der HSV war bis zum Gegentor in allen Belangen überlegen. Unfassbar, was die Rothosen liegen gelassen haben. Veh ist kleinlaut und zerknirscht, Sportdirektor Reinhardt findet's sogar "zum kotzen". Und Stanislawski? Ein sehr unaufgeregter und sympathischer Fußballfachmann. Er lebt St.Pauli, er ist St.Pauli. Ohne ihn würde der so genannte Kiez-Club noch immer in der 3. Liga rumdümpeln. Das weckt sicher auch Begehrlichkeiten bei anderen, finanzkräftigeren Clubs.Zu einem anderen Thema: Warum ist Schalke in dieser Champions League Saison eigentlich so erfolgreich? In der Liga hinkt Magath weit hinter seinen Ansprüchen hinterher, aber international klappt's einfach. Für Torjäger Raul glich der Ausgleichstreffer zum 1:1 Endstand in Valencia einem Triumph-Marsch. Der Stürmerlegende von Real Madrid ist damit jetzt der beste Schütze der gesamten Europa-Cup-Historie. Und der andere Superstar in der königsblauen Stürmerriege? Klaas Jan Huntelaar kriegt seit Wochen nichts mehr auf die Reihe. Und da ist das Schalker Problem. Dem Kader fehlt es an Konstanz und Führungsspielern.Was ist am Wochenende in den Stadien los? Mein Highlight: Mainz gegen Bayern. Die Weltklasse-Offensive Robben, Ribery, Gomez und Müller gegen die Emporkömmlinge aus der Provinz. Tuchels Power-Truppe geht langsam die Puste aus. Wenn's so weitergeht, dann fliegen die Mainzer bald aus den internationalen Startplätzen. Ein weiterer Höhepunkt des Spieltages ist das ewig explosive Nordderby HSV gegen Werder. Die Hamburger wollen nicht auch noch das nächste Prestige-Duell vergeigen. Das würden die Fans nicht verzeihen. Aber eigentlich muss man vor den Bremern derzeit keine große Angst haben. Pizarro fällt aus, Almeida ist verkauft, im Sturm stehen jetzt die Leichtgewichte Arnautovic (2 Tore) und Avdic (0 Tore). Das Abstiegsgespenst wird zum Dauergast an der Weser. Bitter. Ansonsten sehen wir Dortmund gegen St. Pauli und Leverkusen gegen Stuttgart.Spaß und Spannung in Stadion und TV wünschtCarl-Eduard Meyer
Um die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft muss man sich keine Sorgen machen. Beeindruckend, mit welchem Esprit Löws Truppe in das Testspiel gegen Italien gegangen ist (1:1). Und auf der Bank saß noch die hungrige Dortmunder Rasselbande mit Götze, Hummels und Großkreutz. Was für ein Potenzial! Özil (Bild: dpa) ist dagegen bereits zu einem wahrlich großen Spieler geworden. Bei Real glänzt er regelmäßig als Spielgestalter auf allerhöchstem internationalen Niveau. So auch am Mittwoch. Das freut mich für den Ex-Bremer. Löw macht tolle Arbeit. Der ist nicht satt. Der will endlich einen Titel. Gut so.Mächtig Feuer unterm Dach war mal wieder in München. Nach dem kläglichen 2:3 in Köln (nach 2:0 Führung!) wirkt Herr van Gaal mächtig ratlos. Wie kann es sein, dass eine topbesetzte Mannschaft wie der FC Bayern von Woche zu Woche so unglaubliche Leistungsschwankungen zeigt? Das Sorgenkind ist die Abwehr. Bis auf Lahm gibt es keine Konstante. Es war erschreckend, was Badstuber, Luiz Gustavo und Tymoshchuk in Köln zeigten. Und der junge Torhüter Kraft hat auch noch einen weiten Weg vor sich. Eine alte Fußballweisheit sagt, dass Titel in der Abwehr gewonnen werden. So gesehen, werden die Bayern dieses Jahr leer ausgehen.Blicken wir aufs Wochenendprogramm: Ein echtes Top-Spiel steht nicht an. Trotzdem wird es spannend! Können die Schalker endlich wieder erfolgreich sein? Die Knappen begrüßen die spielstarken Freiburger. Geht das in die Hose, dann hilft Magath auch seine neue Facebookseite nicht mehr. Die ungeduldigen Fans werden seinen Kopf fordern. Werder steht im Derby gegen Hannover mächtig unter Druck. Die Machtverhältnisse im Norden sind auf den Kopf gestellt. Slomkas Truppe ist haushoher Favorit. Auch das andere Nord-Duell hat es in sich. Bundesliga-Novize Littbarski empfängt mit seinen Wölfen den HSV. Nach Sammer-Desaster, Rasen-GAU mit anschließender Spielverlegung und permanentem Wechseltheater um Ruud van Nistelrooy, weiss keiner so recht, wo die Hamburger stehen. Bayern spielt gegen Hoffenheim. Der Abstiegsknaller heißt St.Pauli gegen Gladbach.Ein tolles Fußball-Wochenende wünschtCarl-Eduard Meyer
In der Liga ist derzeit so viel los wie schon lange nicht mehr. Brandherde auf Schalke und in Bremen, Hammer-Derbys am Wochenende und ein kaputtes Faxgerät. Doch der Reihe nach. Beginnen wir auf Schalke. Ex-Magier Magath (Bild: dpa) weht strammer Gegenwind ins Gesicht. Die Einkäufe von Charisteas und Karimi an der Resterampe für arbeitslose und abgehalfterte Profis haben das Faß zum Überlaufen gebracht. Die Fans laufen Sturm, dem Schalke-Diktator wird Konzeptlosigkeit vorgeworfen. Das einzige, was die Gemüter kühlen könnte, wäre heute Abend ein Sieg beim Erzrivalen Dortmund. Mal ehrlich, eigentlich sind die Knappen-Fans doch nur neidisch auf den BVB. Aber das gibt auf Schalke natürlich keiner zu.Der zweite Brennpunkt liegt in Bremen. Trainer Schaaf holt jetzt die Peitsche raus und macht sogar Kapitän Frings öffentlich runter. Der Kuschelkurs in der heilen Bremer Fußball-Familie ist endgültig vorbei. Ob's was hilft? Ich bin skeptisch. Wer seinen Stil ändert, weil der Erfolg plötzlich ausbleibt, wird unglaubwürdig. Da hilft auch kein Gebrülle auf dem Trainingsplatz. Am Samstag treten die Grün-Weißen in Mainz an. Selbst ein hingekrampftes Unentschieden würde Schaaf schon weiterhelfen und die Hoffnung auf Besserung nähren. Werder in der 2. Liga wäre für mich der absolute Alptraum.Ein weiterer Kracher ist das Hamburger Derby am Sonntag. St. Pauli reist ein paar Kilometer zum "Auswärtsspiel" beim HSV. Wenn die Braun-Weißen den Spielwitz und die Agressivität aus dem 3:0 gegen Köln erneut abrufen können, dann wird es für Vehs Truppe mächtig schwer. Für mich ist das an sich ungleiche Duell zur Zeit ohne klaren Favoriten. Bin auch gespannt, ob Choupo-Moting aufläuft. Er hat es einem defekten Faxgerät zu verdanken, dass er weiter in Hamburg gegen den Ball treten darf. Aber ob er noch viel Lust dazu hat, nachdem er zur deutschlandweiten Lachnummer geworden ist? Das weitere Programm: Bayern spielt in Köln, Hannover empfängt Wolfsburg zum ungemütlichen Niedersachsen-Derby und Gladbach und Stuttgart können sich beim Abstiegsgipfel gegenseitig in Richtung 2. Liga schießen.Packende Derbys wünschtCarl-Eduard Meyer
Was ist denn da schon wieder los in München? Alle sind irgendwie angefressen. Niemand freut sich so richtig über das 4:0 am Mittwoch im Pokal gegen Aachen. Es ist noch kein Jahr her, da strahlte der FCB eine wohlige menschliche Wärme aus, die man bisher vom Vorzeige-Club nicht kannte. Heute ist Kapitän van Bommel mal eben im Groll nach Mailand geflohen. Dazu tragen van Gaal, Nerlinger und Co. ihre offensichtliche Abneigung wöchentlich in den Boulevard-Gazetten aus. (Bild: dpa) Weniger Eitelkeiten, mehr Teamgeist bitte, liebe Bayern! Sonst endet diese Saison ganz schnell im Niemandsland und nix ist mit Feierbiest van Gaal.Genau anders herum machen es die Bremer. Sportlich befindet man sich im Sinkflug Richtung Liga 2, aber die Verantwortlichen stärken sich täglich öffentlich den Rücken. Ist das nun Cliquen-Wirtschaft oder produktiver Zusammenhalt in der größten Krise seit Amtsantritt von Thomas Schaaf? Ehrlich gesagt, auch ich als eingefleischter Werderaner weiss es nicht. Sieht man sich das Programm der nächsten Wochen an, kann einem allerdings Angst und Bange werden. Die Grün-Weißen müssen nacheinander gegen die Teams der aktuellen Plätze 2 - 7 spielen. Mal sehen, wie es danach mit den Treueschwüren für den dienstältesten Bundesliga-Trainer aussieht.Schon am Samstag treffen Werder und der FCB direkt aufeinander. Für beide Teams richtungweisend. Ribery ist schon wieder verletzt. Heute Abend gibt's ein echtes Spitzenspiel. Leverkusen (2.) empfängt Hannover (3.). Es grenzt schon fast an ein Wunder, was Mirko Slomka aus den 96ern gemacht hat. Taktisch ausgebufft, spielstark und torgefährlich. Glückwunsch! Hannover ist derzeit das wahre Bremen. Und sonst? Wolfsburg tritt mit runderneuertem Sturm (Lakic, Mbokani) gegen Spitzenreiter Dortmund an. Der BVB wird seinen Mittelfeld-Zauberer Kagawa lange Zeit schmerzlich vermissen. Mittelfußbruch beim Asien Cup! St.Pauli und Köln tragen ihr direktes Abstiegsduell aus. Nürnberg empfängt den zuletzt starken HSV, der jetzt endlich an die CL-Plätze ran will.Spannung, Tore und Erfolg für Ihren Club wünschtCarl-Eduard Meyer
Mit so vielen Fragezeichen hat selten eine Bundesliga-Rückrunde begonnen. Der Blick auf die Herbstmeister-Tabelle macht nach wie vor sprachlos. Dortmund auf Eins, Mainz auf Zwei, Hannover auf Vier. Lediglich Leverkusen hat es als arriviertes Team geschafft, sich oben zu platzieren. Unglaublich! So spannend wie in diesem Jahr war's noch nie. Freuen wir uns auf die nächsten Wochen!Was sind die drei größten Fragezeichen? Für mich: Kann der FC Bayern mit den endlich wieder einsatzbereiten Robben und Ribery sowie dem neuen Torwart Kraft nochmal in die Nähe der Meisterschale kommen? Was haben die Negativ-Überraschungen Stuttgart, Werder und Wolfsburg zu bieten? Aufholjagd oder Abstiegskampf? Welcher Überflieger wird gnadenlos abstürzen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass Mainz, Hannover und Freiburg komplett um die internationalen Startplätze mitspielen werden. Da wird es für den einen oder anderen noch bittere Tage geben. Nur Dortmund halte ich für absolut stark und für einen echten Titelanwärter.Und als ein solcher können sich die Schwarz-Gelben gleich heute Abend im Top-Spiel des Wochenendes in Leverkusen präsentieren. Allerdings spielt Shooting-Star Kagawa noch beim Asien-Cup. Und für ein 90-Minuten-Comeback von Ballack ist es noch zu früh. Ein richtungsweisendes Match. Gleiches gilt für meine Bremer. Gegen Hoffenheim ist zwar Pizarro endlich wieder an Bord, dafür wurde aber mit Almeida der beste Stürmer der Grün-Weißen zu Besiktas transferiert. Auch richtig spannend: Schalke gegen den HSV. Wer's versemmelt, für den wird's ungemütlich. Angeblich soll ja Sammer neuer Sportdirektor in Hamburg werden. Und sonst? Letzte Chance für McLaren in Wolfsburg. Und das ausgerechnet gegen den FC Bayern und ohne Dzeko. Mainz tritt in Stuttgart an, St.Pauli empfängt Freiburg.Einen tollen Rückrundenstart mit vielen Toren wünschtCarl-Eduard Meyer
Pünktlich mit Tief Petra legt die Bundesliga ihre Winterpause ein. Die halbe Saison ist schon wieder rum und der Blick auf die Tabelle fällt den Anhängern der arrivierten Clubs täglich schwerer. Nur drei Clubs, die es Ende der letzten Saison unter die ersten Acht geschafft haben, stehen auch jetzt dort. Unglaublich! Sicher hat das mit den charismatischen jungen Trainer-Typen zu tun, die mit modernen und innovativen Methoden das Optimum aus ihren Truppen herausholen. Allen voran die gefeierten Thomas Tuchel aus Mainz und Robin Dutt aus Freiburg. Glückwunsch! Da muss sich so mancher alte Hase mal was Neues einfallen lassen. Aber, bei aller Euphorie, bitte nicht vergessen: Abgerechnet wird auch in dieser Saison erst nach dem 34. Spieltag.Kurz vor der Winterpause blicken wir aber auch schnell nochmal aufs internationale Geschäft. Soeben wurden die Achtelfinals der Champions League ausgelost. Schalke spielt gegen den spanischen Tabellenfünften Valencia, die Bayern haben es deutlich schwerer. Sie müssen gegen Titelverteidiger Inter Mailand ran. Beide Gegner sind allerdings machbar, denke ich. Inter kommt in der nationalen Liga nicht recht in Tritt. Seit dem Abgang von Mourinho fehlt dem Club ein wenig der Glanz vergangener Tage. Mitte Februar geht's los mit der K.O.-Runde. Freuen wir uns drauf! (Leider ohne meine Bremer)Und was steht heute Abend an? Zwei Totalausfälle machen den Anfang. Schlusslicht Gladbach empfängt den HSV. Während das Gladbacher Umfeld einigermaßen gelassen bleibt, wackelt an der Elbe mal wieder die Wand. Jeder tritt gegen jeden, und die lustlosen Profis tanzen allen auf der Nase rum. Kann mir gut vorstellen, dass sich einer der beiden Trainer heute Abend nach einem neuen Job umschauen muss. Alle Clubs wollen ihren Fans ein versöhnliches Jahresende bieten, da wird nochmal richtig Feuer auf den Plätzen herrschen. So auch in Stuttgart, wo Neutrainer Labbadia zum Einstand den FC Bayern weghauen will. Das wäre sicher nach dem Geschmack des ehemaligen FCB-Torjägers. Werder muss zu Hause gegen den FCK punkten, sonst droht der Abstiegskampf. Herbstmeister Dortmund tritt in Frankfurt an. Das Spitzenspiel heisst jedoch Leverkusen gegen Freiburg. Freue mich übrigens für Jupp Heynckes, das er auch als Trainer-Urgestein ganz oben mitmischt.Schöne Feiertage, tolle Tore und ein guten Start ins neue Jahr wünscht IhnenCarl-Eduard Meyer
Irgendwas stimmt nicht mit Schalke und Bayern. Wie kann es sein, dass beide Clubs international so erfolgreich wie nie zuvor sind, aber in der heimischen Bundesliga die selbstgesteckten hohen Zielen komplett aus den Augen verlieren? Noch kleistern die Erfolge auf der europäischen Bühne die Krise zu. Noch kann man sich alles schön reden, wenn man Gruppensieger in der Champions League ist. Wenn aber im nächsten Frühjahr klar wird, dass der Geldregen in der nächsten Saison ausbleiben wird, dann wackelt bei beiden Clubs die Wand. Magath und van Gaal werden jetzt unerbittlich die Peitsche schwingen, um in der Liga endlich erfolgreich zu sein. Da können sich die profis schonmal warm anziehen.Obwohl es schon einige Tage her ist, möchte ich trotzdem noch etwas zur WM-Vergabe an Kathar 2022 sagen. Nichts gegen das kleine Emirat. Die werden sich alle Mühe geben und futuristische Stadien im Wüstensand hochziehen. Aber werden diese Hightech-Tempel auch mit Leben gefüllt sein? Wird es Fan-Meilen wie in Deutschland geben? Werden die Leute dort wirklich Spaß haben können? Ich habe starke Zweifel. Die FIFA erscheint zwielichter denn je - ärgerlich!Zur Liga: Heute Abend herrscht verkehrte Welt im Oberhaus. Der Vierte Hannover empfängt den 16. Stuttgart. Glückwunsch an die Niedersachsen, dass sie an Mirko Slomka festgehalten haben, als es gar nicht lief. Ob der VfB Stuttgart das auch so macht? Gross-Nachfolger Keller steht bereits auf der Kippe. Angeblich steht Brubo Labbadia schon als Nachfolger bereit. Chaos-Tage im Ländle! Bayern ist gegen St.Pauli zum Siegen verdammt, Werder hat bei Herbstmeister Dortmund nichts zu verlieren, Schalke steht vor der schweren Aufgabe, in Mainz punkten zu müssen. Zündstoff wird's auch in Hamburg geben: Veh verliert langsam den Rückhalt beim HSV. Und dann reisen auch noch die brandgefählichen Leverkusener an...Explosive Spiele und viele Tore wünschtCarl-Eduard Meyer
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